Photovoltaik ausbauen

"Die Solartechnik hat sich in den letzten 30 Jahren vom totalen Exoten zu einer Lösung unserer Energieprobleme entwickelt. Diesen Prozess zu begleiten, war und ist eine tolle Aufgabe für das Team der DOMA Solartechnik. Wir werden diesen Weg konsequent weitergehen und freuen uns über jeden Quadratmeter Solarfläche den wir unseren Kunden übergeben dürfen."

 

Patenschaft für diesen Baustein: Ernst Bertsch, DOMA vkw Energietechnik GmbH

Wir nutzen die direkte Energie der Sonne noch viel zu wenig. Das Potenzial ist riesig, die Technologie ist unkompliziert, zuverlässig und ökologisch vertretbar herzustellen. Zudem sind die Kosten der Photovoltaik in den letzten Jahren massiv gesunken, wie diese Grafik zeigt: Elektrische Energie aus PV kann heute um 82% billiger erzeugt werden als noch vor 10 Jahren. Das gilt in dieser Form für Großanlagen, aber auch Anlagen mit bis zu 10 kW_peak kann man heute wirtschaftlich betreiben: Die Gesamtkosten hängen hier noch sehr stark von den Gegegenheiten ab, liegen aber meist zwischen 1000 und 2000 € pro kW_peak. Je nach Eigenverbrauchsanteil liegt der jährliche finanzielle Ertrag bei rund 100 bis 150 € pro kW_peak. Bei einer Lebensdauer von 30 Jahren lohnt sich das also in jedem Fall.


Quelle der Grafik: IRENA (2020), Renewable power generation costs in 2019

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Was ist zu tun?
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Diese Grafik zeigt, wie stark der jährliche Zubau in Österreich erweitert werden muss, um das Ziel der Bundesregierung - 11 TWh PV-Strom im Jahr 2030 - zu erreichen. Das heutige Niveau von unter 200 MWp/a muss auf 1800 MWp/a angehoben werden - das ist eine Steigerung um den Faktor 10!


In Vorarlberg ist das aktuelle Niveau schon etwas höher, sodass der Zubau von rund 10 MWp/a bis 2030 "nur" auf etwa 30 MWp/a zu verdreifachen ist. Das erfordert eine jährliche Steigerung des Zubaus um etwa 10%. Bleibt das Ausbauvolumen in der darauffolgenden Dekade auf diesem Niveau, sind 600 GWh/a im Jahr 2040 realistisch.


Quelle der Grafik: UMWELTJournal 1/20


Wichtig ist in diesem Zusammenhang, dass neben den Gebäuden auch Freiflächen und vor allem Bauwerke im alpinen Bereich als Aufstellort untersucht werden. Stauseemauern kommen ebenso in Frage wie Straßengalerien oder Skiliftanlagen. Die Bedeutung von Winterstrom wird bald stark zunehmen: Während in Tallagen der Großteil der Energie im Sommerhalbjahr geerntet wird, kann PV in höheren Lagen auch im Winter einen relevanten Ertrag liefern. Natürlich soll auf den Sommerstrom nicht verzichtet werden, gerade in einem von Wasserkraft dominierten Land wie Vorarlberg hilft aber jegliche heimische Quelle, die auch im Winter Energie liefert.

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Co-Benefits: Angenehme Begleiterscheinungen
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Der massive Ausbau der Photovoltaik ermöglicht - zusammen mit vielen anderen Maßnahmen - die Zielerreichung der Energieautonomie. Die stark reduzierte Abhängigkeit von Stromimporten kann im Lauf der Jahre noch an Bedeutung gewinnen. Deshalb ist der Fokus auf den Winterstrom so wichtig.


Diese Grafiken aus einer Studie der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) zeigen links die Ertragspotenziale von verschiedenen Lagen und Anstellwinkeln, rechts ist der beispielhafte Verlauf der Monatserträge ersichtlich. Gerade in den niederschlagsarmen und kalten ersten Monaten des Jahres stellt alpine PV eine ideale Ergänzung zur Wasserkraft dar.

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Rahmenbedingungen
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Die Investition in PV ist heute bereits wirtschaftlich. Auch im privaten Bereich der Kleinanlagen, noch viel mehr auf gewerblichen Dachflächen, auf Freiflächen oder auf Bauwerken im alpinen Bereich.


Es spricht deswegen nichts dagegen, eine allgemeine Pflicht für die Errichtung von PV-Anlagen im Zuge eines Neubaus gesetzlich zu verankern. Sowohl im Wohn- als auch im Nicht-Wohnbereich. Baden-Württemberg hat übrigens eine solche Pflicht als erstes deutsches Bundesland bereits umgesetzt; in Wien ist die gesetzliche Verankerung der PV-Pflicht in Begutachtung.

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Konfliktpotenziale / Transformationsbedarf
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Der massive Ausbau der Photovoltaik kennt (fast) nur Gewinner. 


Im Bereich der alpinen PV muss sicher behutsam vorgegangen werden - der Landschaftsschutz darf der Energiegewinnung hier ebenso wenig zum Opfer fallen wie bei der Wasserkraft. Dieses Beispiel am schweizerischen Muttsee zeigt eine gelungene Lösung, es wird aber sicher auch grenzwertige Projekte geben, bei denen die unterschiedlichen Interessen abgewogen werden müssen.


Weiters ist parallel zum massiven Ausbau die Frage der Speicherung bzw. der Überschussenergie zu behandeln. Zum einen wird es vermehrt interessant, die erzeugte Energie dezentral zu verbrauchen, evtl. auch zu speichern; zum anderen werden im zukünftigen Energiesystem mit vielen fluktuierenden Energiequellen auch Überschüsse effizient verwertet werden - vornehmlich zur Produktion von grünem Wasserstoff für die Industrie.


Der Trend zur dezentralen Nutzung und Speicherung wiederum wird zu einem Rückgang der Energielieferungen durch Energieversorger führen und damit zusammenhängend auch zu reduzierten Steuereinnahmen.

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Wen betrifft das Ganze?
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Private Bauherren ebenso wie gewerbliche, industrielle, öffentliche und kirchliche Immobilienbesitzer, Landwirte und Skiliftbetreiber, Land und Kommunen. Und natürlich auch unsere Energieversorger.

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Was jede(r) Einzelne tun kann.
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Eine PV-Anlage errichten.

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